Die Firma Kurt Eckerl GmbH ist ein bodenständiger Münchner Fachbetrieb, der bereits in der 3. Generation fortgeführt wird. Die Firma wurde 1938 von Johanna Eckerl als Mietwäscherei gegründet, wie die Aufstellung der Inventarliste zeigt. Sie hat ganz ordentlich investiert, wenn man bedenkt, dass die Reichsmark um 1939 etwa die Kaufkraft von 3,70 € hatte. Klicken Sie auf das Bild und Sie können alle Einzelheiten lesen.
Damals konnte man seine Wäsche in die Wäscherei mitbringen und gegen Entgelt waschen. Während dieser Zeit war es oft nur dann möglich, wenn der Kunde sein eigenes Holz für die Unterfeuerung selbst dabei hatte. 
1951 entschloß sich der Sohn Kurt Eckerl das Geschäft als reine Gardinenwäscherei fortzuführen und es erfolgte der Umzug in die Humboldtstraße. In diesen Räumlichkeiten fanden auch die großen Holzrahmen Platz, die man benötigte, um die Baumwollgardinen zu spannen. Das Verstellen der Rahmen war recht zeitaufwendig und so erfand Kurt Eckerl unter dem Namen GARDIMAT® eine rotierende Trommel, auf der die aufgespannten Gardinen mit Heißluft getrocknet wurden.
1965 stellte man diese Erfindung auf der Wäschereiausstellung in Frankfurt aus und verkaufte einige Exemplare in ganz Deutschland. Doch die Entwicklung der modernen Garne machte dieses Patent bald überflüssig.
Ende der 60er Jahre kamen die Synthetikgardinen auf den Markt und so zog die Firma 1970 in kleinere Räumlichkeiten in die Heimeranstraße und befaßte sich überwiegend mit der Reinigung und Montage von den Diolenstores in Büroräumen.
Ein paar Jahre später verdrängten die Vertikal-Lamellen in Büros mehr und mehr die Gardinen. Dies veränderte auch die Angebotspalette der Firma Eckerl: bereits 1973 wurden die ersten Lamellen gereinigt und so erwiesen sich die Räumlichkeiten als zu klein und und vor allem als zu niedrig, um die Lamellen aufzuhängen.
Die Einzelfirma wurde 1980 in eine Familien-GmbH umgewandelt und als ganz in der Nähe die ehemalige Gummifabrik Metzler zum Gewerbehof Westend umgebaut wurde, nutzte man die Gunst der Stunde und zog als eine der ersten Mieter 1984 in das Erdgeschoß ein. So hatte man Platz um Ersatzbehänge selbst zu fertigen und entschloß sich 1988 das Fabrikat DECOMATIC© für Lamellen im Hause zu konfektionieren.
1990 verstarb nach kurzer schwerer Krankheit der Firmengründer Kurt Eckerl. So übernahm die Tochter Gabriele Schürmann, die in Augsburg erfolgreich das Studium der Betriebswirtschaft absolviert hatte, die Leitung der Firma. Sie stellte bald fest, dass mit dem Einzug der Computer in die Büros die Gardinen immer mehr von den Vertikal-Lamellen verdrängt wurden und so entschloß sie sich 1992 die Sparte Gardinen ganz aufzugeben und sich auf den modernen innenliegenden Sonnenschutz zu konzentrieren. Damit war aber eine wesentliche Verschlankung der Firma verbunden: fast die Hälfte des Umsatzes wurde damals mit der Gardinenreinigung erwirtschaftet. So war diese Umstrukturierung nur mit der Halbierung des Personals zu bewältigen. Es dauerte einige Jahre, bis sich die Firma von dieser einschneidenden Umgestaltung erholt hatte.
Es zeigte sich aber schon bald, dass es der richtige Schritt in die richtige Richtung war, denn durch die "Bildschirmplatzverordnung" hielten immer mehr Rollos, Lamellen, Jalousien und Flächenvorhänge in den Büros Einzug. Als eine der wenigen Firmen in Deutschland kann der Kunde bei der Kurt Eckerl GmbH Komplettanlagen und Ersatzbehänge kaufen, seine Lamellen reinigen und nach einem Umzug Änderungen und Reparaturen für alle gängigen Systeme durchführen lassen - auch für solche, die sich schon lange nicht mehr auf dem Markt befinden: ein reichhaltiges Ersatzteillager von gebrauchten Altteilen findet sich gut sortiert im Lager.
So war es eine Selbstverständlichkeit, als Dieter Skoruppa 1999 bei Gabriele Schürmann anfragte, ob sie nicht Lust hätte, als eine von 7 Firmen den "Verband Deutscher Sonnenschutzreiniger" (VDS) zu gegründen. Dieser Zusammenschluss von Sonnenschutzreiniger ist inzwischen zu einem wichtigen Berater von Herstellern und Konfektionären geworden und arbeitet eng mit dem "Verband innenliegendem Sicht- und Sonnenschutz" (VIS) zusammen. Der VDS hat ein Qualitätssiegel ins Leben gerufen und bietet einen Waschtest für Stoffmuster einer Kollektion an.
Das Jahr 2008 begann mit umfangreichen Renovierungen, da man Platz für die TFR 2200 schaffen mußte, die im Mai den Maschinenpark komplettierte. Nun stehen Maschinen für alle wichtigen Reinigungsmethoden zur Verfügung: eine SK 3 für die hubmechanische Reinigung von Vertikallamellen, eine leistungsstarke Sonicor Ultraschall - Reinigungsanlage für Jalousien und harte und wasserundurchlässige Teile und die TFR 2200 für großflächigen Sonnenschutz wie Flächenvorhänge, Rollos und Plissees.
Unser Motto lautet:
Manche versuchen vieles zu machen -
wir konzentrieren uns auf das Wesentliche!
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